Getagged: Denver

Streifzüge durch die Nacht der großen leeren Stadt…

… und dazu die Klänge der Band Gauntlet Hair aus Denver mit ihrem Werk „Stills“. Der Opener „Human Nature“ geht dabei schon so ins Ohr… Man schließt die Augen und rollt mit dem Fahrrad die leeren Straßen der Stadt entlang … und einem geht die markante Stimme des Leadsanger Andy Rauworth sofort ins Ohr. Diese wird getrieben vom Schlagzeuger Craig Nizza und erzeugt dabei einen hypnotischen Sound. Man fährt in Schlängellinien über die Wege und lässt sich davon mitreißen… „Simple“ hat dann wieder die Merkmale und Anspielungen der späten 80er, gefolgt von harten Bässen in „Bad Apple“ und dann mit leisen Klängen wie in „Obey Me“ zu überraschen. Das Ende diese leider zu kurzen Platten leitet dann „G.I.D.“ mit Sprechgesang und harten Bässen ein, mit dem Übergang zu „Fallling Out“ mit einem Hauch von Garage-Rock um dann mit experimentellen Klängen und Stimmfetzen abzuschließen. Als wäre die Fahrt durch die Nacht dann einfach abgebrochen… und man fühlt sich verwirrt…

http://gauntlethair.net/

Man wird abgeholt und zurückgebracht…

Mir ist mal wieder durch Zufall einer dieser Platten in die Hände gefallen, wo es mehr als schwer fällt die richtigen Worte zu finden. Doch will ich es im Ansatz versuchen… Der Songwriter Nathaniel Rateliff aus Denver, Colorado schafft es mit „Falling Faster Than You Can Run“ zu begeistern und es is nicht diese einmalige Begeisterung, sondern diese steigt innerlich mehr und mehr an. Schon der Opener „Still Trying“ schafft es ohne weiteres den Zuhörer abzuholen und erst ganz zum Schluß der Platte bei gleichnamigen Song der Platte wieder los zulassen. Dieses Gefühl zieht sich durch die gesamten 11 Tracks und läßt einen wünschen es würde nie wieder aufhören. Es gibt viele Rezensionen über Technik, Klang etc… aber das brauch es hier nicht. Der Zuhörer soll sich ein eigenes Bild von diesem großartigen Musiker machen und dann für sich das Gefühl aufnehmen…

http://nathanielrateliff.com/