Getagged: Folk

So ernste Töne begleiten den Herbst…

und öffnen unser Inneres für die Melancholie und Klänge der Musik. Und dabei fiel mir die Platte von This is the Kit „Bashed Out“ in die Hände. So eine Stimme zusammen Tragik, Leid, Normalität und Intensität, begleitet von Texten über Unverständnis, die Sorgen der Menschen, Zusammensein, Liebe und den kleinen Nuancen des Lebens. Man könnte sagen die Stimme der Leadsängerin Kate Stables hört sich an wie eine Gewöhnliche, aber dies täuscht, sie trägt ihren eigenen Charme und Charakter. Und dies zeichnet sich durch die Songs „Missunderstanding“ und „All In Cahoots“ in der ganzen Vielfalt aus… Ein ernstes und tragendes Album, was einen nicht los lässt…

http://thisisthekit.co.uk/index.php

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Das Jahr geht langsam zu Ende und Töne werden leiser…

… und dazu fällt mir die Platte „Tilde“ der Hamburger Band Karamel ein… Die fast schon minimalistischen Arrangements mit Klanglandschaften, die man selten von deutschen Bands hört. Man findet beim wiederholten Zuhören immer wieder kleine Stücke und Worte, welche einen gedanklichen Raum hinterlassen. Und die Texte, Melancholie und Stimmen einfach im Raum stehen lässt ohne zu nah zu treten oder abzudriften. Die Songs „Ich vergebe jedem Tag neu“ und „Heilige zur rechten Zeit sind meine persönlichen Favoriten dieser Platte, aber diese fügen sich in einem Guss in die Reihenfolge der facettenreichen Songs ein… und so kann man das alte Jahr anfangen ausklingen zulassen…

http://www.karamel.de

Das Wochenende steht vor der Tür…

… und ich stimme mich mal so langsam mit einigen Sounds darauf ein…und der Techniker für meine Waschmaschine lässt leider auch auf sich warten…

Cut Hands – Festival of the Dead

Ela Stiles – s/t

Foxygen – …and Star Power

Crisis Arm – Rend

Kim Ki O – Bir, Iki…

Marian McLaughlin – Derive

Steve Gunn – Way Out Weather

Have A Nice Life – Deathconsciousness

Karen O – Crush Songs

So und jetzt ist der Techniker auch da…

Kalkül und Pathos? Emotion und Intellekt? Herz und Kopf?

Ich hatte das Vergnügen ein sehr schönes und intensives Konzert der Band „The Head and the Heart“ in München zu besuchen… Dabei hat die Band aus Seattle einige Songs ihrer 2 LP´s „The Head and the Heart“ und „Let´s Be Still“ gespielt und haben dabei eine schöne Mischung aus Tiefe, Nähe und Intensität geschaffen. Die Stimme Charity Thielen unterstreicht dabei die Einzigartigkeit des Sounds aus Americana-, Country- und Indiepop- Klängen. Die Kopfstimme von Josiah Johnson und Jonathan Russell runden dabei das komplette Bild ab… Die Songs „Lost in My Mind“, „Cats and Dogs“,“Rivers and Roads“,“Homecoming Heroes“ und „My Friends“ zeigen dabei einen schönen und tragenden Fundus des Singer/Songwriter Potenzial. Eine Band mit sehr viel Potenzial für viel mehr…

http://www.theheadandtheheart.com/

Collage aus Soul, Folk und Beats…

Ich sitze grad im ICE und die Landschaften,  Häuser, Bäume und Menschen rauschen so an mir vorbei… und dabei begleitet mich Debütalbum `6 Feet Beneath The Moon` des erst 19jährigen Briten Archie Samuel Marshall alias King Krule. Es wirkt beim ersten wie ein wilder Mix aus allen Genres dieser Welt. Er verbindet den Rock, Folk und Soul zu einem Gemisch aus Klang und Rhythmus… Man wippt dabei gleich automatisch mit den Beinen und folgt seinen Songs. Der Track `Has This Hit?` treibt einen durch einen Wirrwarr aus Worten und Gitarrenriffs.  Bei `Foregn 2`und `Ceiling` lassen sich sehr gut mit seinem Landsmann Ghostpoet vergleichen. Aber er trägt dabei trotzdem seine eigene Note und Ausprägung. `Cementality` erinnert mich sehr an Gil Scott-Herons letztes Album  `Im New Here`.Einen Ausflug zum Jazz und Rock´n`Roll lässt er dabei auch nicht unversucht beim Track `A Lizard State`. Und so ziehen sich die Genre durch das ganze Album… Und `Bathed In Grey`ist in der Klangebene von Mount Kimbie und ein gelungener Closer für die Platte. Nach den ganzen Up und Down zwischen Klängen, Rap, Gitarren und Beats wird man ganz langsam heraus begleitet. Ein geglücktes LP-Debüt nach viel versprechenden EP´s und seinem Projekt Zoo Kid…

http://kingkrule.co.uk/

Der alte Meister…

Als ich die letzten Tage so durch New York gestreift bin ist mir immer wieder die Live-LP von Leonhard Cohen in den Sinn gekommen. Die alten Songs haben immer noch nichts von der Kraft, Dynamik und Ansprache an die Menschen verloren. Das hat mich gleich dazu bewegt die ‚live Songs‘ aufzulegen und den alten Songs wie ‚Story of Issac‘, ‚Nancy‚ und ‚Passing Through‘ den Raum zu geben. Die Konzertmitschnitte beruhen auf die 1970 Europe Tour von Berlin über Paris quer rüber nach London mit Zwischenstopp in Brüssel. Man spürt in diesen Songs sehr stark die Sehnsüchte, Ängste und Sorgen in Zeiten von Kalten Krieg, Depressionen und Vietnamkrieg. Es ist zudem die Einfachheit der Songs gespielt in 2 Akkorden und getragen von Leonhard Cohen’s Stimme. Eine Platte welche nie ihren zeitlosen Geist verliert… http://www.leonardcohen.com/de/home